Meine Vorstellung beim Chaos Computer Club

In der Piratenpartei hatten wir auch in Schleswig-Holstein Cryptopartys veranstaltet.
Warum eigentlich?
Weil wir’s konnten. Und weil’s Spaß gemacht hat.

Aber auch, weil ein junger Amerikaner namens Edward Snowden sein gesellschaftliches Leben dafür geopfert hatte, uns allen zu beweisen, dass die Welt tatsächlich längst eingeteilt ist in „Überwachte“ und „Überwacher“.

Und alle Lemminge so „Hey, eine Klippe! Ich will auch mal!“
Ob Snowden wohl verbittert darüber ist, dass sein Opfer so offenbar gar nichts verändert hat?

„Aus Kompetenz verwächst Verantwortung.“ Wir müssen doch etwas machen – denke ich mir. Weil wir’s können.

Für mich ist nicht nur George Orwells „1984“ längst bittere Realität geworden, sondern auch die Zombie-Apokalypse. Die Zombies bringen jetzt sich und andere damit um, beim Autofahren lieber auf mobile Sichtgeräte zu starren, anstatt rechtzeitig zu bremsen. Wahlweise auch durch Selfies auf Gleisen und Autobahnen.

Und „Social Bots“ hacken die Gesellschaft: Früher haben wir Programme gehackt, heute hacken Programme uns. „Social Bots“ lassen uns Zombies zu Präsidenten wählen. Verlierer ist dabei die gesamte belebte Natur. Also alles, was wir essen und atmen. Und lieben. Alles von Insekten bis Inuit.

Auf der Suche nach Mitstreiter/innen gegen diesen Irrsinn in der Welt kommt mir der „Chaos Computer Club“ vor wie eine Oase.
Voller unangepasster Individualisten. Geeint durch individuelle Unterschiedlichkeit.
Denn das kreative Chaos hier funktioniert jedenfalls besser als jede angepasste und gleichgeschaltete Konsum- und Wachstumsgesellschaft.

Bitte lasst mich rein und mitmachen. Zombies sind hinter mir her.

 

Bild: CC BY-NC-ND 2.0 | Bild von „ThaQeLa

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