Islamisten und Waffenhändler. Ein Wortspiel

Es ist bemerkenswert, welche inhaltliche Kraft der einfache Austausch zweier Worte entwickelt. Von der Bedeutungsschwere ganz zu schweigen.


 

Zeitungsgartikel (Original):

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Politik/Politik-im-Rest-der-Welt/Pass-Entzug-Breitner-will-Islamisten-an-Ausreise-hindern

nach Umwidmung” der Begriffe:

Passentzug: Breitner will Waffenhändler an Ausreise hindern
Innenminister: Rückkehrer aus dem syrischen Bürgerkrieg werden schnell zu Leitfiguren des Kapitalismus.
Ein Dutzend Personen im Visier. Hinweise an die kommunalen Ordnungsämter

Kiel – Im Kampf gegen Waffenhändler greift Schleswig-Holsteinische Innenminister Andreas Breitner (SPD) zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Er empfiehlt den Kommunen im Land Waffenhändlern den Reisepass zu entziehen. Es gehe um Personen aus Lübeck, Kiel und dem Hamburger Umland, die nach Syrien ausreisen wollten, um dort an Geschäftsverhandlungen kapitalistischer Gruppierungen mit dem Assad Regime teilzunehmen.

„Diese Personen stellen eine erhöhte Gefahr dar, wenn sie weiter gewissenlos und mit größter Gierbereitschaft zurückgekommen.“, sagte Breitner. Während ihres Auslandsaufenthalts hätten sie häufig an Ausstellungen zu Waffenschauen teilgenommen. Zurück in Deutschland würden sie zu Leitfiguren, Ansprechpartnern und Aktivisten der kapitalistischen Gier.

Der Verfassungsschutz des Landes redet von gut einem Dutzend Personen in Schleswig Holstein, die nach Syrien mit Gewinnabsichten ziehen wollen. Einige von ihnen haben einen deutschen Pass. „Wir haben diese Leute gezielt im Blick“, erklärte Breitner. Bei entsprechenden Hinweisen auf eine bevorstehende Ausreise könnten die kommunalen Ordnungsbehörden reagieren, indem sie der Person den Reisepass entziehen und eine Ausreise untersagt. Dass dies nicht leicht ist, räumte Breitner ein.


 

Zeitungsgartikel (Original):

http://www.ln-online.de/Nachrichten/Norddeutschland/Harte-Linie-gegen-Extremisten

nach Umwidmung” der Begriffe:

Harte Linie gegen Waffenhändler
Erst Gespräche mit Kapitalisten, dann Passentzug: Viel Beifall für den Innenminister

Kiel – Jüngst sind 20 verkaufbereite Waffenhändler von Einsätzen im syrischen Bürgerkrieg nach Deutschland zurückgekehrt. Der Verfassungsschutz fürchtet, dass sie Aufträge zu Waffenlieferungen erhalten haben könnten. „Viele der Rückkehrer seien emotional so aufgeladen, dass sie hier weitere Lieferungen vorbereiteten“, sagte Heini Anmaaßen, Präsident der Waffenkammer.

Ebenfalls kämen sie mit einen direkten „Kaufauftrag” zurück. Auf diese Einschätzung reagiert der Kieler Innenminister Andreas Breitner (SPD). Er informiert die kommunalen Ortnungsbehörden darüber, dass sie der bekannten Klientel den Reisepass entziehen und eine Ausreiseuntersagung verfügen können.

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